Das Produktionsverfahren
Das überlieferte Verfahren, nach dem Cognac hergestellt wird hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert und ist vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben. Damit das Getränk Cognac heißen darf , muß eine in der Charente übliche Brennblase (alambic charentaise) verwendet werden.



Die Füllmenge der Brennblase darf 25 Hektoliter nicht überschreiten. Der fermentierte Traubensaft wird in 2 Durchgängen gebrannt. Aus dem ersten Durchgang geht der sogenannte "Rauhbrand" (brouillis) hervor, welcher einen Alkoholgehalt von 24% - 30% erreicht.

Dieser Brand wird dann ein zweites Mal gebrannt. Das entstandene Destillat wird "Feinbrand" (bonne chauffe) genannt. Dieser 2. Lauf fängt bei einem Alkoholgehalt von etwa 80-90% an, welcher nicht verwendet werden darf (la tete). Wenn der Alkoholgehalt auf 72% gesunken ist schlägt die Stunde der Wahrheit.

Ab sofort läuft der zu verwendende Mittellauf (le coeur; das Herz) aus der Brennblase. Der Herzlauf endet wenn der Gehalt auf 60% abgesunken ist. Der Schwanz (la queue) welcher sich anschließt, wird ebenfalls nicht verwendet.



Beide, der Vorlauf und der Nachlauf werden aber nicht weggekippt, sondern werden wieder als Rohbrand verwendet und durchlaufen nochmals die 2. Destillationsstufe. Der ganze Destillationsprozeß dauert etwa 24 Stunden (jeder Winzer hält sich an etwas andere Zeiten), ist hochsensibel und hier wird bereits der Grundstock für einen guten oder schlechten Cognac gelegt.